Theologin: Bei US-Wahl gegen Angstmacherei und Hetze stimmen
Karlsruhe, (03.11.2020). Die US-amerikanische Pfarrerin und ökumenische Mitarbeiterin der badischen Landeskirche, Eleanor McCormick, zeigt sich frustriert von der aktuellen US-Politik. Sie sei erschöpft von dem "beispiellosen Ausmaß an Uneinigkeit stiftender Rhetorik, an Angstmacherei und Hetze, an Rassismus und Sexismus, die ohne Unterbrechung aus dem Weißen Haus hervor strömt", schreibt die evangelische Theologin der United Church of Christ (UCC), die etwa eine Million Mitglieder in den USA hat, auf der Homepage der badischen Landeskirche.
"Ich verstehe das Evangelium so, dass Gott nicht durch Sexismus, Fremdenfeindlichkeit oder systemischen Rassismus gelobt wird", sagte McCormick. Sie habe Angst, dass ein substanzieller und respektvoller Austausch bei Meinungsverschiedenheiten immer schwieriger werde. Per Online-Wahl habe sie ihre Stimme in der Hoffnung auf ein "normales, anständiges Verhalten" abgegeben.
Gewählt habe sie auch im Andenken an ihre Vorfahrin Lizzie, eine Frauenrechtlerin. Diese habe erst im Alter von 70 Jahren das erste Mal wählen dürfen, nachdem vor 100 Jahren das Frauenwahlrecht in den USA eingeführt worden war. Außerdem habe sie ihre Stimme im Andenken an ihren Urgroßvater und einen Onkel abgegeben, die beide viele Jahre als Politiker im US-Kongress tätig waren, heißt es weiter.
Quelle: epd
Lesen Sie hier den geistlichen Impuls von Pastorin Eleanor McCormick zur US-Wahl:



