Orgel

 

Orgeltouren von Bezirkskantor Andreas Fauß

Orgeln im Kirchenbezirk Neckargemünd-Eberbach

Die Orgel ist das Instrument des Jahres 2021

 

Die Video-Serie stellt Orgeln des Kirchenbezirks vor und führt in die Welt des Orgelbaus ein.
Bezirkskantor Andreas Fauß widmet dem "Instrument des Jahres 2021" eine eigene Video-Reihe und nimmt Sie mit zu den Orgeln des Kirchenbezirks Neckargemünd-Eberbach.
  1. Orgel der Evangelischen Kirche Allemühl
  2. Weißenborn-Orgel in der Michaelskirche Eberbach
  3. Orgel der Paul Gerhardt-Kirche Neunkirchen
  4. Orgel der Evangelischen Kirche Mückenloch 
  5. Voit-Orgel der Evangelischen Kirche Breitenbronn

 
Musikalische Schätze (Allemühl)

 
1. Folge der Video-Serie „Musikalische Schätze“
„Mein Dienstbeginn in Eberbach und Umgebung fiel mitten in die erste Hochphase der Corona-Pandemie“, so Andreas Fauß, der übrigens auch zertifizierter Orgelsachverständiger ist. „Da zu dieser Zeit keine Proben mit Chorgruppen möglich waren, machte ich mich voller Interesse und Neugierde daran, meinen neuen Wirkungskreis zu bereisen, mich den Pfarrerinnen und Pfarrern persönlich vorzustellen und dabei die Orgeln in Augenschein zu nehmen.“ Das Interesse an den Instrumenten, die Liebe zur Orgel möchte Fauß teilen und dabei helfen, die Popularität des zeitlosen Instrumentes, dessen Vorläufer bis in die Zeit der Römer zurückzuverfolgen sind, zu steigern.
Das erste Video dieser Reihe zeigt neben Andreas Fauß den Allemühler Organisten Felix Roh, mittlerweile Schüler von Fauß; beide sind am dortigen Instrument zu erleben, es gibt ein lockeres Gespräch zwischen beiden und auch einen Blick hinter die Kulissen.
Geplant ist, in dieser Reihe nach und nach Begriffe aus der Welt des Orgelbaus zu erklären.


Musikalische Schätze (Eberbach)

2. Folge der Video-Serie „Musikalische Schätze“
Ev. Michaelskirche Eberbach
Die Orgel ist von den Landesmusikräten zum Instrument des Jahres 2021 ernannt worden. 2017 wurden Orgelbau und Orgelmusik von der Unesco als immaterielles Weltkulturerbe anerkannt. Selbst W. A. Mozart schrieb in einem Brief an seinen Vater: „Die Orgel ist doch in meinen Augen und Ohren der König aller Instrumente“.   
Der Aufbau einer Orgel ist sehr komplex; auch das Spiel auf ihr verlangt der Organistin oder dem Organisten einiges ab: so spielt man mit Händen und Füßen, je nach Instrument – schließlich ist jede Orgel ein Unikat, in der Regel für diesen Raum geplant und selbst heute noch zu großen Teilen in Handarbeit hergestellt - kommt die Bedienung von Spielhilfen dazu. 
                        
Was sind Spielhilfen?    
Welche Instrumente in unserem Kirchenbezirk sind aus welchem Grund besonders interessant?     
Welche Voraussetzungen braucht man zum Orgelspielen?                      
Wer sind die Menschen, die unsere Orgeln zum Klingen bringen?      
Kann auch ich Orgelspielen lernen?
Antworten auf diese Fragen gibt die Reihe „Musikalische Schätze“ – Orgeln im Kirchenbezirk Neckargemünd-Eberbach von und mit Bezirkskantor Andreas Fauß, technisch unterstützt durch Gemeindediakon Hans-Jürgen Habel.
Bezirkskantor Fauß widmet sich im zweiten Video dem "Musikalischen Schatz" in der Eberbacher Michaelskirche. Das Video zur Weißenborn-Orgel finden Sie hier:

 

Musikalische Schätze (Neunkirchen)

3. Folge der Video-Serie „Musikalische Schätze“
Nach Allemühl und der Michaelskirche Eberbach widmet sich die dritte Folge der „Musikalischen Schätze“ von und mit Bezirkskantor Andreas Fauß, aufnahmetechnisch unterstützt durch Gemeindediakon Hans-Jürgen Habel, der Paul Gerhardt-Kirche in Neunkirchen. Der dortige Schatz ist ein Instrument, das die Firma E. F. Walcker & Cie im Jahre 1890 als op. 579 erbaut hat.
Nach welchem System werden die Instrumente für die Videos ausgesucht?
Derzeit liegt der Fokus auf der Vorstellung der verschiedenen Traktursysteme, also der Art und Weise der Übertragung des Tastenimpulses zum Ventil. „In Allemühl begegnete uns die mechanische Schleiflade mit hängenden Ventilen im Manualwerk (also dem Teil der Orgel, der mit den Händen bedient wird), in Eberbach die elektrische Schleiflade, die hier mit einem beweglichen, freistehenden Spieltisch gespielt wird, da nur ein Kabelstrang in die Orgel führt. In Neunkirchen haben wir es mit einer mechanischen Kegellade zu tun. Als nächstes werde ich ein Instrument mit pneumatischer Kegellade vorstellen“, so Bezirkskantor Fauß.
Das Video mit Erklärungen und Musik von Johannes Brahms finden Sie hier:#


Musikalische Schätze (Mückenloch)

4. Folge der Video-Serie „Musikalische Schätze"


Evangelische Kirche Mückenloch
Wie im Text zur 3. Folge (Neunkirchen) angekündigt, wird in der 4. Folge der „Musikalischen Schätze“ von und mit Bezirkskantor Andreas Fauß, aufnahmetechnisch unterstützt durch Gemeindediakon Hans-Jürgen Habel, ein Instrument mit pneumatischer Kegellade vorgestellt, nämlich die Orgel der Evangelischen Kirche in Mückenloch. Diese wurde 1932 als op. 4 von „E. F. Walcker & Cie, Werk Steinsfurt/ Baden“ erbaut. „Es handelte sich um eine Zweigstelle des damals in Ludwigsburg ansässigen Stammwerks E. F. Walcker & Cie. 1930 übernahm Walcker den durch die Weltwirtschaftskrise in Konkurs geratenen Betrieb von Orgelbaumeister Friedrich Bettex; dadurch waren Wartungen im nordbadischen und angrenzenden nordbayrischen Raum einfacher als von Ludwigsburg aus. Es wurden aber auch Instrumente im Werk Steinsfurt neu erbaut und unter eigener Opus-Nummer gezählt. In unserem Kirchenbezirk ist neben Mückenloch nur noch die Orgel in Schönbrunn als Werk des Steinsfurter Betriebs erhalten, allerdings in sehr schlechtem Zustand. Das Schönbrunner Instrument trägt die Opus-Nummer 82 und stellt einen 1950 erfolgten Umbau einer Orgel von Voit dar; 1953 endete meines Wissens die Ära des Werks Steinsfurt, das zumindest gegen Ende seiner Zeit in keinem guten Ruf stand“, so Bezirkskantor A. Fauß. Die Orgel in Mückenloch ist übrigens die einzige erhaltene Orgel mit pneumatischer Kegellade in unserem Kirchenbezirk. Das Video, in dem A. Fauß den diesjährigen Jubilar Jan Zwart (1877-1937) mit dessen Werk „U bid ik aan, o Macht der Liefde (Ich bete an die Macht der Liebe)“ würdigt, finden Sie hier:


Musikalische Schätze (Breitenbronn)

5. Folge der Video-Serie „Musikalische Schätze“
Evangelische Kirche Breitenbronn

In der 5. Folge wird die Voit-Orgel der evangelischen Kirche in Breitenbronn vorgestellt. Diese wurde 1902 als op. 919 erbaut. „Es ist erstaunlich, welche Klangfülle das Instrument mit nur 10 Registern auf einem Manual und Pedal entfalten kann“, zeigt sich Bezirkskantor Andreas Fauß geradezu begeistert. Passenderweise wählte er ein 1903 komponiertes Stück zur klanglichen Präsentation der Orgel aus: das Postludium d-moll von Max Reger. „Durch die direkt oberhalb des Manuals angeordneten Registerwippen kann man während des Spielens gut zu- und abregistrieren und damit die Wirkung einer an diesem kleinen Instrument fehlenden Walze – also eines Apparates, mittels dem Register zu- oder abgeschaltet werden, den man mittels eines Rollschwellers mit dem Fuß bedient – imitieren“, so Fauß. Die Breitenbronner Orgel ist ebenfalls mit pneumatischer Traktur gebaut, allerdings mit Voit´schen Ventilladen, einem Abstrom- oder Windauslass-System: unter Wind stehende Bälgchen verhindern bei eingeschaltetem Register den Windfluss aus der Registerkanzelle in die Pfeifen; spielt man nun einen Ton, wird das dafür zuständige Bälgchen entlastet, der Wind entweicht und macht den Weg frei: die Pfeife kann erklingen. Abstromsysteme (die auch von anderen Orgelbauern in unterschiedlicher Form gebaut wurden, etwa Membranladen oder Taschenladen) funktionieren sehr präzise, im Fall der Breitenbronner Orgel ohne spürbare Verzögerung.