„Und siehe, es geschah ein großes Erdbeben. Denn ein Engel des Herrn kam vom Himmel herab, trat hinzu und wälzte den Stein weg und setzte sich darauf“. (Mt 28,2)
Es wird Ostern – und die Erde bebt
Der Evangelist Matthäus berichtet uns von dieser österlichen Erschütterung. Fortan ist Jesu Grab nicht mehr Ort der Trauer, denn Gott hat seinen Sohn von den Toten auferweckt. Christus ist auferstanden! Diese Grundbotschaft des Glaubens verbindet uns mit Christinnen und Christen weltweit! Die eine große Erschütterung hat die Welt neu geordnet.
Was sich vor einem Jahr noch niemand vorstellen konnte, ist inzwischen Realität: Die Corona-Pandemie ist noch längst nicht überwunden. Gerade in diesen Tagen steigen wieder die Zahlen und die Prognosen lassen nichts Gutes erahnen. Auch in diesem Jahr können wir die Karwoche- und die Osterzeit nicht wie gewohnt begehen. Und dennoch: Wir verkünden die Auferstehung des Herrn! Digital oder präsentisch, viele haben sich kreativ Gedanken gemacht, wie es gelingen kann, die Osterbotschaft zu den Menschen zu bringen.
Als Christen dürfen wir die Erschütterungen des Lebens im österlichen Licht sehen. Auch die Corona-Pandemie, derer wir alle überdrüssig sind und die unser Leben nun seit einem Jahr mitbestimmt. Der Tod zeigt uns seine Macht, der Tod erschüttert unser Leben. Wir aber hören nicht auf, der Botschaft von der Auferstehung unser Vertrauen zu schenken. Wir bekennen mit Christinnen und Christen auf aller Welt: „Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden!“
Frohe und gesegnete Ostern wünscht Ihnen Ihre Dekanin Christiane Glöckner-Lang



