Wetter

Was ist nur mit unserem Wetter los?

Das Gesprächsthema Nummer 1 zur Zeit: Das Wetter, das keine Kapriolen mehr schlägt, sondern in seiner ungewohnten Naturgewalt Angst und Schaden verbreitet. Feuerwehren, die ausrücken, Ehrenamtliche, die am Ende ihrer Kräfte sind, Menschen, die fassungslos vor ihrem unbraucbar gewordenen Hausrat stehen. Am Samstag war unsere Ortsdurchfahrt überschwemmt, obwohl wir am Berghang leben und weit und breit kein Fluss zu sehen ist...

Spontan kommen mir alte Bilder aus der Barockzeit in den Sinn: Gemälde, die den Turm von Babel zeigen. Ein Sinnbild für den Wahn des Menschen, alles Machbare machen zu wollen – und mit Hilfe seiner Technik alles zu beherrschen und umzugestalten können, eben auch die Natur. Zweifelt wirklich noch jemand daran, dass diese extremen Wetterlagen eine Folge der Klimaerwärmung sind – also hausgemacht, vom Menschen vorangetrieben?

Hoffnung finde ich in einer weiteren biblischen Geschichte – die des Regenbogens. Ein Zeichen Gottes, dass die Erde nicht untergehen soll in fürchterlichen Katastrophen. Vielleicht raffen sich die Mächtigen doch noch auf, wirksame Beschlüsse gegen den fortschreitenden Klimawandel durchzusetzen.

Und wir hier vor Ort? Wir leben davon, dass einer dem anderen hilft. Wie sagt es doch der Apostel Paulus so schön: Einer trage des anderen Last...

Schuldekan Gunnar Kuderer