
Ich erkläre, dass der christliche Glaube nichts von Toten weiß, die sich jährlich zu einer Erscheinung aufmachen, um den Lebenden einen gehörigen Schrecken einzujagen. Ich erkläre, dass wir am 31.10. vielmehr ein ganz anders Datum feiern. Tatsächlich hat Martin Luther am 31.10. 1517 mit seinem Thesenanschlag dafür gesorgt, dass Angst und Schrecken nicht verbreitet, sondern eingedämmt werden. Gott nimmt uns an so wie wir sind. Gott erklärt uns seine Liebe, die uns gilt ohne dass wir etwas dafür leisten oder erbringen müssen.
Zum Schluss schauen wir uns noch das berühmte Lutherlied an. „Eine feste Burg ist unser Gott“. Vielleicht verstehen die Schüler jetzt, warum unser Gott stärker ist als alle Gespenster. "Mit unsrer Macht ist nichts getan, wir sind gar bald verloren; es streit für uns der rechte Mann, den Gott hat selbst erkoren. Fragst du, wer der ist? Er heißt Jesus Christ, der Herr Zebaoth, und ist kein andrer Gott, das Feld muss er behalten."
Pfarrerin Christiane Glöckner-Lang, Neckarbischofsheim


