Verkleidung

Als Kind fand ich es toll, in andere Rollen zu schlüpfen und über die Faschingstage ein anderer zu sein: als Cowboy ging ich am Schmutzigen Donnerstag zur Schule, als Indianer oder Pirat spielte ich mit meinen Freunden.

Heute bin ich nachdenklich geworden. Wie wäre es, wenn wir einmal auf unsere alltägliche Verkleidung verzichten würden – und ich ganz ich selbst wäre? Denn wie viele freundliche und höfliche Masken tragen wir durch unser Leben, wie oft machen wir gute Miene zum bösen Spiel...

Wenigstens einer, der mich durch und durch kennt! In der Bibel sagt Gott: „Ein Mensch sieht, was in die Augen fällt; ich aber sehe ins Herz!“ (1. Sam 16, 7)

Gunnar Kuderer, Schuldekan