Unterwegs sein…

Unterwegs kann man eine Menge erfahren. Man begegnet Menschen, die man bisher nicht kannte. Sieht Landschaften, die einem fremd vorkommen. Probiert unbekannte Speisen. Hört fremdartige Geräusche, vielleicht auch eine andere Sprache.

Unterwegs kann man auch eine Menge lernen über sich und über den Glauben.  

Es ist kein Zufall, dass die großen Gestalten der Bibel Reisende waren, die sich aus ihrer vertrauten Umgebung lösten, um zu unbekannten Ufern aufzubrechen. Abraham war so ein Reisender, Mose oder Paulus, der das Römische Reich durchstreifte, um die gute Nachricht bis ans Ende der Welt zu verbreiten.

Der Weg lässt niemanden unverändert. „Wir hören nicht auf, zu wandern, bis wir verwandelt werden“, hat die Dichterin Marie Lusie Kaschnitz einmal geschrieben.

Man muss aber nicht unbedingt ins weite Ausland fahren, um diese „innere Reise“ erleben zu können. Manchmal reicht es schon, sich eine kleine Auszeit im Alltag zu nehmen.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie in den kommenden Ferienwochen solche Auszeiten genießen dürfen. Unterwegs oder zu Hause. Tief durchatmen. Kraft schöpfen. Und etwas spüren von der Wandlung, die sich im Innern vollzieht. Bleiben Sie behütet auf all Ihren Wegen!

Pfarrerin Christiane Glöckner-Lang