Pfingsten 2025

 

Pfingsten - ein Geschenk, das bleibt

Als das dritte große Fest im Kirchenjahr hat Pfingsten wirklich einen schlechten Stand. Kapitalistisch ist das mit diesem Geist nicht gut zu verwerten. Es gibt weder Schoko-Tauben, noch süße Feuerzungen zu kaufen.

Außerdem machen sich die Menschen keine Geschenke. Komisch eigentlich, denn an Pfingsten geht es genau darum: das Geschenk des Heiligen Geistes. Und der ist kein kurzlebiges Präsent, das bald seinen Reiz verliert und in der Ecke landet.

Nein, der Heilige Geist ist ein bleibendes Geschenk. Ein Beistand, den Jesus seinen Jüngerinnen und Jüngern zusagt, als er Abschied nimmt. „Ich lasse euch nicht allein“, sagt er. „Ich schenke euch meinen Frieden.“

Frieden – inneren und äußeren vermissen wir oft in dieser Welt. Da tut es gut, sich erinnern zu lassen: wir sind nicht allein. Wir müssen nicht alles aus eigener Kraft schaffen, wir dürfen uns trösten lassen und müssen nicht verzweifeln, denn der Heilige Geist knüpft ein unsichtbares Band – zwischen Gott und uns, und zwischen uns Menschen. Wo wir lieben, teilen, zuhören und Hoffnung weiterschenken, da wird Gottes Geist spürbar.
Pfingsten erinnert uns daran: Wir sind Beschenkte. Und berufen, dieses Geschenk weiterzugeben.

Pfarrerin Leonie Fränkle