Pfingsten

An Pfingsten feiern wir die Übermacht des Heiligen Geistes. Lukas, der Evangelist, berichtet überschwänglich, wie die Menschen aus verschiedenen Ländern mit verschiedenen Sprachen die frohe Botschaft von der freien Gnade Gottes jeweils in ihrer Muttersprache verstanden haben und bewegt worden sind, der Kraft des Geistes zu vertrauen.

Pfingsten ist auch ein sehr unkonkretes Fest, weil wir uns unter dem Heiligen Geist wenig vorstellen können. Ist er nur eine Idee? Ist er nur ein Gefühl? Ist er nur ein Rausch, wie schon bei Lukas in der Apostelgeschichte vermutet wird? Was ist er?

Der Heilige Geist ist die Kraft Gottes, die Verstehen, Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung wirkt (siehe Galater 5, 22).

An Pfingsten feiern wir diese Dynamik des Geistes Gottes und „dass der Heilige Geist auch mir gegeben ist.“ (Frage 55 des Heidelberger Katechismus) Der Theologe Rudolf Bohren hat dieses Ereignis treffend in Worte gefasst: „So glaub es mir, mein Zuhörer, auch du hast etwas vom lebendigen Gott, hast heiligen Geist bekommen. … sag Amen zu deiner Gabe.“

Dekan Hans Scheffel