„Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt bleibt es allein. Wenn es aber stirbt, bringt es viel Frucht“ Johannes 12,24
„Tod und Leben“ heißt die Unterrichtseinheit, die ich in der Grundschule mit den Viertklässlern durchnehme. Als ich das Thema angekündigt habe, waren die Schüler wenig begeistert. Was, so ein trauriges Thema? Über den Tod wollen wir nicht sprechen! Doch schon in der ersten Stunde stellt sich heraus, dass jeder etwas zum Thema zu sagen hat. Ein Mädchen erzählt vom Tod des Opas. Ein Junge erzählt von seinem Onkel, der sehr schwer krank ist. Und gemeinsam lesen wir schließlich ein Buch. „Pele und das neue Leben“ heißt es, ein Kinderbuch, das von zwei Freunden erzählt. Einer stirbt, der andere bleibt zurück. Zunächst untröstlich. Doch dann macht Pele eine Erfahrung, die ihn zurück ins Leben bringt. Er ist draußen im Garten. Es ist Frühling und die Blumen brechen aus der Erde hervor. Das Blumenbeet hat er Monate zuvor mit seinem Freund angelegt. Jetzt trägt es Frucht. Neues Leben. Und Pele erkennt: So wie aus der toten Erde neues Leben wächst, so wird es auch für meinen Freund neues Leben geben. Leben bei Gott.
Jedes Jahr an Ostern erinnern wir uns daran: Jesus schenkt uns mit seinem Tod Leben, das ohne Ende ist. In diesem Glauben kann Trauer in Hoffnung verwandelt werden. Ich wünsche Ihnen nach den Wochen der Passionszeit ein frohes und ein froh machendes Osterfest.
Christiane Glöckner-Lang, Dekanstellvertreterin



