Mit Ostern verbinde ich Leben und Hoffnung. Denn der Osterglaube verändert unser Leben schon heute und hier, da wo ich lebe. Warum? Weil Gott den Gekreuzigten von den Toten auferweckt und damit gezeigt hat, dass das Leben stärker ist als der Tod. So geschieht an Ostern, dass wir eingeladen werden, der Botschaft der Frauen zu trauen: Jesus lebt. Aus diesem Vertrauen wächst eine Hoffnung, die stärker ist als der Tod und seine Helfershelfer wie Machtmissbrauch, Aufrüstung, Krieg, Terror und Blutvergießen. Die Opfer von Paris und Brüssel schreien zum Himmel. Die Taten von Paris und Brüssel waren grausam und stellen die Macht des Hasses gegen die Kraft der Menschlichkeit und der Menschenfreundlichkeit unseres Gottes. Von Ostern her wächst eine Kraft, die Versöhnung schafft und die Hass überwinden will – in Liebe.
Heute und hier wirkt diese österliche Kraft, wo Menschen sich auf Gott, der den Gekreuzigten auferweckt hat, einlassen und sich gegenseitig zurufen:
Der Herr ist auferstanden – er ist wahrhaftig auferstanden.
Ich wünsche ein hoffnungsvolles Ostern, das uns zu Trägern der Hoffnung und des Friedens macht
Dekan Hans Scheffel



