Denn Advent ist ein Weg. Ich nehme mir vor, diesen Weg bewusst zu gehen und zu gestalten, statt mich treiben und hetzen zu lassen. Vorsätze gehören nicht nur zu Neujahr. Die Psychologen sagen, das Wichtigste an Vorsätzen ist, dass sie realistisch bleiben. Also nicht: Jetzt wird alles anders. Eher: An diesen konkreten Situationen will ich etwas ändern. Dazu braucht es gar nicht viel. Ich verabrede mich konkret, um mit meiner Freundin über den Weihnachtsmarkt zu schlendern, und sage nicht: irgendwann. Ganz bewusst plane ich Zeit ein, um Adventliches zu tun: lesen bei Plätzchen und Kerzenschein, ein Konzert besuchen, selbst und nur für mich allein mein liebstes Adventslied singen, die alten Geschichten lesen, jemanden mit einem Geschenk überraschen, der bestimmt nicht damit rechnet, einem Menschen, den ich aus den Augen verloren habe, einen Brief schreiben.
Mache dich auf den Weg. Kleine Schritte reichen.
Eine gesegnete Adventszeit wünscht Ihnen Ihre Dekanin Christiane Glöckner-Lang



