Ständig ist momentan davon die Rede, man hört Kommentare und Witze darüber – ich meine die guten Vorsätze für das neue Jahr. Jedes Jahr das gleiche Ritual: man nimmt sich etwas vor, vielleicht doch endlich einmal etwas abzunehmen oder Dinge nicht immer so lange aufzuschieben: aber ganz schnell wird aus der To-Do-Liste eine Not-To-Do-Liste.
Wie schön, dass es die Jahreslosung gibt. Warum soll man sich denn immer wieder neue Vorsätze geben, das neue Jahr und sich selbst gleich zu Beginn gleichsam unter Druck setzen – besser, man legt sich einen Vorrat an guten Gedanken an. Das trägt einen dann auch über die Zeiten im neuen Jahr, die nicht so gut sind. Denn das ist eines, was immer so ist und bleiben wird: jedes Jahr hat seine Höhe- und seine Tiefpunkte.
In diesem Sinne halte ich die Jahreslosung 2018 für unglaublich mutmachend. Mit einem schönen Bild will sie für schlechtere Zeiten motivieren:
„Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.“
(Offb.21,6)
Besonders das letzte Wort gefällt mir: Umsonst. Gottes Segen wird mir geschenkt. Einfach so. Das könnte er sein: der erste gute Gedanke für 2018.
Schuldekan Gunar Kuderer



