„Fürchtet euch nicht!“

Manche Weihnachtstexte passen gerade in diesem besonderen Jahr besonders gut! Zum Beispiel der Ruf des Engels an die verängstigten Menschen: „Fürchtet euch nicht!“ Oder auch das Wort aus dem Propheten Jesaja: „Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht und über denen, die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell“ (Jesaja 9).
 
Ja, hinter uns liegen dunkle Tage und Wochen. Tage der Ungewissheit, voller Sorgen und Ängste. Das Volk, das im Finstern wandelt…
 
Ich weiß nicht, wie Ihnen heute zu Mute ist. Viele spüren doch gerade jetzt, dass ihnen etwas fehlt und dass mancher Weihnachtswunsch unerfüllt bleibt.
 
Aber wenn wir die Kerzen entzünden und auf das Kind in der Krippe schauen, dann spüren wir: Licht geht aus von diesem Kind im Stall, Licht, das die Macht hat, uns und unsere Welt zu verwandeln. 
 
Ja, es ist wahr: schwach und klein erscheint dieses Kind neben all den Schrecken dieser Welt. Doch kein Machthaber konnte verhindern, dass es geboren wurde. Und niemand wird verhindern, dass Gott in diesem Kind mit der Welt und mit jedem von uns an sein Ziel kommt.
 
Jesus Christus ist geboren. Gottes Licht für unsere Welt, gestern, heute und morgen. „Und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie und sie fürchteten sich sehr. Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird! Denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr in der Stadt Davids!“
 
Ihnen allen frohe und gesegnete Weihnachten!
 
Dekanin Glöckner-Lang