Frühling und Ostern 2019

 
Siehe, ich mache alles neu! (Offenbarung 21,5)
 

An dieses verheißungsvolle und ermutigende Wort aus der Offenbarung des Johannes muss ich immer wieder denken, wenn ich in diesen Tagen in der Natur unterwegs bin. Der Vers steht im Zusammenhang der Ankündigung eines neuen Himmels und einer neuen Erde am Ende der Welt. Das liegt hoffentlich noch nicht in naher Zukunft, doch tatsächlich passt dieser Vers auch auf die Frühlings- und besonders die Osterzeit.

An Ostern feiern wir den Beginn der Neuschöpfung, sozusagen exemplarisch in der Auferstehung Jesu Christi von den Toten. Dazu passt auch die Jahreszeit: Überall beginnt es wieder zu blühen und zu grünen, neues Leben, wo vor ein paar Wochen nur kahles, scheinbar totes Gehölz zu sehen war. Für mich ist es jedes Jahr wieder ein Wunder der Neuschöpfung, wenn der Frühling in der Natur einzieht und diese zu neuem Leben erweckt.

Siehe, ich mache alles neu!

Vielleicht haben Sie das Jahr auch mit guten Vorsätzen begonnen. Oder Sie haben die Passions- bzw. Fastenzeit dazu genutzt, mal etwas in Ihrem Leben zu verändern. Alles neu zu machen, das wäre wohl manchmal unser Traum, aber schnell merken wir, dass es doch nicht so einfach ist, das Alte in Gänze hinter uns zu lassen. Dass aus Altem Neues wird, das müssen wir Gott und seiner Schöpferkraft überlassen. Und dennoch ist es unsere Aufgabe, immer wieder mit Gottes Hilfe den Neuaufbruch zu wagen – persönlich in meinem eigenen Leben, aber natürlich auch in der Kirche! Da kann und darf sich auch so manches erneuern und wieder mit Leben füllen lassen.

Pfarrer Emanuel Fritz