Frühling 2017

Es grünt und wächst und blüht

Jetzt ist der Frühling da. Mit großer Freude und innigem Staunen bin ich mit meiner Frau einen Waldweg gelaufen. Wir beide haben nur gestaunt über das junge frische Grün. Die Seele atmet auf, der Frühling ist da. Sichtbar ist die Kraft der Schöpfung.

Jedes Jahr erlebe ich dieses Staunen neu und bin einfach dankbar, dass nach der kalten Zeit jetzt wieder die Sonne scheint. Das Grau des Winters ist verwandelt in eine üppige Macht des Sprießens und Blühens.

Es genügt, nur eine Knospe an einer Buche zu beobachten und wahrzunehmen, wie sie aufquillt. Die ganze Kraft der Schöpfung wird erlebbar. Und diese Kraft ist die Kraft des Lebens, die Kraft Gottes, die verwandelt und Neues schafft. Da können wir nur loben und uns freuen.

Das ist das Wunder schlechthin: es wird uns geschenkt.

Wer das Frühjahr als die Zeit des Aufgehens der Knospen und des neuen Lebens wahrnimmt, darf voller Staunen Gott loben und dabei sich selbst wahrnehmen als einen Menschen, dem Gott seine Güte schenkt.

Ich lade ein mit Paul Gerhardt (EG 302,1) zu singen:

„Du meine Seele, singe,
wohlauf und singe schön
dem, welchem alle Dinge
zu Dienst und Willen stehn.
Ich will den Herren droben
Hier preisen auf der Erd;
Ich will ihn herzlich loben,
solang ich leben werd.“

Dekan Hans Scheffel