Stille Zeit
Blätter fallen, es wird kälter, die Nächte werden länger, schon um 5 Uhr ist es dunkel – der November mit seiner dunklen nachdenklichen Farbe ist da. Viele denken an Ruhe und Vergehen, an Loslassen und Sterben. Viele gehen verstärkt auf die Friedhöfe und in den Friedwald und erinnern sich ihrer Toten.
In den Gottesdiensten am Ewigkeitssonntag werden die Namen der im Kirchenjahr Verstorbenen gelesen und in manchen Gemeinden für jede und jeden eine Kerze angezündet. Wie von selbst fragen wir nach dem eigenen Sterben und nach dem Tod. Gibt es eine Hoffnung auf Leben angesichts der Macht des Todes? Ist nach dem Tode alles aus? Was tröstet angesichts der Macht des Todes? Wie stehen wir am Sterbebett eines uns lieben Menschen? Finden wir Antworten, die tragen und uns gewiss machen, dass das Leben stärker ist als der Tod?
Die biblische Verheißung öffnet den Horizont, in dem sie auf Jesus Christus weist, der nach der Erfahrung vieler vom Tod auferweckt worden ist und lebt. Das schenkt Hoffnung und weitet den Blick über den Tod hinaus. Arno Pötsch hat 1941 gedichtet:
„Du kannst nicht tiefer fallen als nur in Gottes Hand, die er zum Heil uns allen barmherzig ausgespannt.“ (EG 533,1)
Dekan Hans Scheffel



