Der Weizen ist reif, er steht goldgelb da und will gedroschen werden.
Wenn ich Weizen sehe, so höre ich meine Großeltern, wie sie dankbar beim Anblick eines Weizenfeldes den Weg vom Weizen, über das Mahlen des Weizens in der Mühle, das Backen des Brotes und den Duft des frischen Brotes erzählt und existentiell auf sich bezogen haben: Weizen heißt Brot haben und damit satt werden.
Wer Weizen sieht, darf dankbar sein, dass Menschen nicht hungern, sondern erfüllt werden mit allem Guten. So stimmen wir ein in den Psalm:
„Du lässest Gras wachsen für das Vieh und Saat zu Nutz den Menschen, dass du Brot aus der Erde hervorbringst, dass der Wein erfülle des Menschen Herz und sein Antlitz schön werde vom Öl und das Brot des Menschen Herz stärke.“ (Psalm 104,14+15)
Viel Freude, Ermutigung und Gelassenheit in der Sommer- und Ferienzeit mit wunderbaren Gesprächen und Entdeckungen, dass Gottes Güte trägt und uns Weizen schenkt, wünsche ich uns allen.
Dekan Hans Scheffel



