Aller Anfang

 

Aller Anfang

 
Aller Anfang … 
Melanie Rensch
Pfarrerin in Mühlbach
Viele Schüler stehen in diesen Tagen ganz am Anfang eines ihnen unbekannten Weges.
Es ist ein holpriger Start für viele, vor allem für die Kleinsten.
Schließlich gibt es so viele Regeln, die beachtet werden müssen. Weniger herumtollen, dafür stillsitzen, nicht dazwischen plappern, essen nur wenn Pause ist und wer mal zur Toilette muss, braucht eine Erlaubnis dafür. Aller Anfang ist schwer …
Zumindest auf manche Anfänge trifft das zu. Denn es gibt daneben ja auch solche Anfänge, die uns leicht von der Hand gehen. Der Start in den Urlaub beispielsweise oder der Beginn einer Liebesgeschichte. Unser Leben steckt voller Anfänge. Wahrscheinlich finden wir deshalb in der Bibel so viele Geschichten, die genau davon handeln: Von Anfängen und von Neuanfängen.
Es geht darum, wie die Welt erschaffen wurde, wie Menschen den ersten Atemzug gemacht haben und wie es angefangen hat, dass zwischen den Menschen etwas zu Bruch ging.
Wir lesen vom Anfang Gottes mit seinem Volk, von zahlreichen Neuanfängen, nachdem auch hier etwas in Scherben lag und der Wiege des Christentums, weil einer kam, der selbst nach dem Tod noch einmal neu anfing.
Das Johannesevangelium philosophiert über den Ursprung aller Dinge:  
Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott. Und Gott war das Wort. Aller Anfang liegt in Gottes Händen. Nichts wird aus sich selbst heraus. Gott sprach und es wurde.
Den entscheidenden Stein hat Gott ins Rollen gebracht.
Er hat uns ins Leben gerufen, ist mit uns auf dem Weg, öffnet Türen, wo es vermeintlich keinen Ausweg gibt. Alle Anfänge, unsere zaghaften Versuche, sich auszuprobieren und neu anzufangen, sind eingebettet in die große Verheißung Gottes „Ich bin da!“. 
Gelassenheit bei allen Anfängen und Neuanfängen nach der Sommerpause!