Unterschiedlicher könnte es nicht sein: ich stöhne über die Hitze und halte es im Büro im Dachgeschoss schier nicht aus. Durch das geöffnete Fenster höre ich die Kinder im Garten herumtollen und sich an dem herrlichen Wetter freuen. Später sehe ich eine ältere Dame vom Einkaufen kommen, die sich hinsetzen muss, um zu verschnaufen – die Hitze setzt ihr zu. Meine Kater maulen und verziehen sich tagsüber, aber genießen die lauen Nächte, um auf Pirsch zu gehen. Wie heißt es so richtig: des einen Leid, des anderen Freud.
Und wenn immer das gleiche Wetter wäre?
Die einen würden immer stöhnen, den anderen würde es vor lauter Freude vielleicht langweilig...
Das Auf und Ab macht es doch erst richtig reizvoll! Und so gönne ich den Kindern ihren Spaß im Freibad – und freue mich schon darauf, wenn ich auf meinem Balkon sitze und dem Regen lauschen kann. Bin eben trotzdem zufrieden!
Und wie halten Sie es mit dem Wetter?
Schuldekan Gunnar Kuderer



