500 Jahre Reformation

Oktober – die Reformationsjubiläumsfeierlichkeiten nähern sich ihrem Höhepunkt.

Im Leben Luthers gab es viele mutige Momente. Der Thesenanschlag am 31.10.1517 zählt dazu. Aber auch sein Auftreten 1521 in Worms. 

„Hier stehe ich. Ich kann nicht anders. Gott helfe mir. Amen“

Mit diesen Worten soll Martin Luther auf dem Reichstag zu Worms 1521 seine Verteidigungsrede beendet haben. Vor dem Kaiser Karl V, dem päpstlichen Gesandten und den Reichsfürsten hatte er seine Schriften zu verteidigen – und stand schon während des Reichstags in größter Gefahr verhaftet, eingekerkert und als Häretiker verurteilt zu werden.  

„Hier stehe ich und kann nicht anders“ - . Sein Glauben hat Luther Kraft gegeben, seine Lehre zu verteidigen vor den „hohen Herren“, sein Gottvertrauen hat ihn getragen in schwerer Zeit, und immer war da die Liebe zu Gottes Wort, zur Heiligen Schrift, die ihm den Mut verliehen hat, seinen Weg weiterzugehen. Ein Wort aus Psalm 118 soll ihm besonders am Herzen gelegen haben: „Ich werde nicht sterben, sondern leben und des Herrn Werke verkündigen“ (Psalm 118,Vers17).

Mögen die Impulse aus dem Reformationsjubiläumsjahr unseren Glauben stärken und uns Mut machen, den eigenen Standpunkt zu finden. Möge Gottes Wort uns dabei leiten und uns immer wieder neu die Richtung aufzeigen.

Dekanin Christiane Glöckner-Lang